Glossar

GLOSSAR

austenitisch

Austenitische Edelstähle besitzen einen Nickelanteil von über 8 % und sind in der Regel nicht magnetisierbar. Neben einer hohen Korrosionsbeständigkeit gehören eine besonders gute Verarbeitbarkeit sowie günstige mechanische Eigenschaften zu den Vorteilen von austenitischem Stahl. Eingesetzt wird er insbesondere in Umgebungen mit sehr aggressiven Bedingungen, die hohe Anforderungen an die Korrosionsstabilität von Werkstoffen stellen – dazu gehören zum Beispiel Seewasserumgebungen, aber auch die chemische und die Lebensmittelindustrie.

Edelstahl

Edelstahl ist ein legierter oder unlegierter Stahl, der beständiger als allgemeine Baustähle ist. Er zeichnet sich durch eine hohe Wärmeleitfähigkeit aus, eine hervorragende hygienische, thermische und mechanische Belastbarkeit und vor allem durch seine Korrosionsbeständigkeit – Edelstahl ist zumeist rostfrei. Außergewöhnlich ist auch der Reinheitsgrad des Stahls, so liegt etwa der Phosphor- und Schwefelgehalt bei maximal 0,025 %.

Geschätzt wird Edelstahl aber auch wegen seiner ansprechenden Optik: Längst hat er in Form von Treppengeländern, Balkongeländern, Zäunen, Vordächern und Co. Einzug in zahlreiche Privathaushalte gehalten. Der hochwertige Werkstoff bietet unzählige Möglichkeiten, das Eigenheim, den Vorgarten, ganze Wohnanlagen, Yachten und vieles mehr modern in Szene zu setzen.

Einscheiben-Sicherheitsglas (ESG)

Bei Einscheiben-Sicherheitsglas, kurz ESG, handelt es sich um ein elastisches und widerstandsfähiges Material, das sich häufig in Balkongeländern mit Glas wiederfindet. Es ist besonders schlag- und stoßfest und bietet somit ein Höchstmaß an Sicherheit – erzeugt werden diese Eigenschaften durch eine besondere thermische Behandlung.

Wird Einscheiben-Sicherheitsglas zerstört, zersplittert es in viele kleine Glasbruchstücke, welche dann lediglich ein geringes Verletzungsrisiko darstellen. Bekannt ist dieser Anblick auch von zersplitterten Autoscheiben. Die Einsatzgebiete sind vielfältig: ESG findet sich in Glasschiebetüren, Glastischplatten, Duschkabinen, Glas-Vordächern, Terrassen- und Balkonverglasungen, Schrägverglasungen und vielen weiteren Bereichen des alltäglichen Lebens wieder.

entgraten

Das Entgraten ist eine Methode zur Optimierung der Oberfläche von Edelstahl. Grate, also beispielsweise Splitter, Kanten oder auch Auffaserungen, werden durch das Verfahren behoben. Dabei gibt es verschiedene Methoden, die angewendet werden können: Dazu gehören beispielsweise das Schleifen, Fräsen, Druckfließen, Bürsten, Feilen oder auch das elektrochemische Entgraten. Grate entstehen unter anderem beim Zuschneiden und insgesamt bei der mechanischen Bearbeitung des Edelstahls.

ferritisch

Unter ferritischem Edelstahl versteht man einen magnetisierbaren Stahl, der mit mindestens 10,5 % Chrom legiert wird und einen Kohlenstoffgehalt von unter 0,1 % besitzt. Das Material ist nicht härtbar, kann aber geschweißt werden. Zu den Einsatzgebieten von ferritischem Stahl gehören die Automobilindustrie (Radkappen, Zierleisten) und die Salpetersäureindustrie – auch zu Haushaltswaren wird er verarbeitet.

gebürstet

Gebürsteter Edelstahl ist eine optische Variante des beliebten Stahls. Sie entsteht durch eine spezielle Oberflächenbehandlung, welche das Material mattiert beziehungsweise satiniert – ohne jedoch, dass es völlig den Glanz verliert. Erzeugt wird dieser Effekt durch Werkzeuge, die Schleifvlies und Schleifgewebe beinhalten.

Maststangen für Sonnensegel, Balkongeländer, Treppengeländer oder auch Zäune aus Edelstahl – in der gebürsteten Variante kommt das hochwertige, langlebige Material sehr häufig zum Einsatz.

geschliffen

Bei geschliffenem Edelstahl verläuft die Oberflächenstruktur in den meisten Fällen senkrecht. Standardmäßig wird hier eine Körnung des Schleifmaterials von 240/320 verwendet. In der Regel ist geschliffener Edelstahl etwas weniger glatt und glänzend als gebürsteter Edelstahl – hier gilt jedoch je kleiner die Korngröße, desto höher der Glanz.

Geschliffener Edelstahl wird beispielsweise für Werbeanlagen genutzt, dekorative Arbeiten im Innenbereich oder Küchenpaneele.

inox

Wenn von inox die Rede ist, geht es häufig um rostfreien Edelstahl. Inox ist eine andere Bezeichnung für „nicht oxidierbar“ und leitet sich vom französischen „inoxydable“ ab.

Korrosion

Gemeinhin versteht man unter Korrosion eine Oxidation von Metallen, welche durch Umgebungseinflüsse bedingt wird. Ein Hauptverursacher von Korrosion ist dabei Feuchtigkeit. Im Falle von Metallen ist das Rosten, also die Oxidation von Eisen, die häufigste Art von chemischer Korrosion.

Korrodiert ein Werkstoff, kann es zu deutlichen Einschränkungen der Nutzbarkeit ganzer Systeme kommen – daher ist stets auf die Eigenschaften der zu verarbeitenden Metalle zu achten. Edelstahl wird aufgrund seiner hohen Korrosionsbeständigkeit und als nichtrostendes Metall häufig eingesetzt.

Körnung

Zum Schleifen, Polieren und Bürsten von Edelstahl wird Schleifmaterial mit einer entsprechenden Körnung benötigt. Je höher die Korngröße, desto feiner der Schliff: So wird zum Schleifen etwa eine Korngröße von 24 bis 2000 verwendet.

LED

LED ist die Abkürzung für „light-emitting diode“, also Leuchtdiode. Die LED-Technologie kommt heute in vielen Gebieten des täglichen Lebens zum Einsatz, nicht zuletzt, da sie gegenüber anderen Lichtquellen äußerst effizient ist. Während eine herkömmliche Glühlampe etwa 90 % Wärme emittiert und lediglich 10 % der eingesetzten Energie in Licht umwandelt, nutzen LEDs fast die gesamte Energie zur Lichterzeugung. Das macht die Leuchtdioden im Vergleich 85-90 % verbrauchsärmer. Ein weiterer Vorteil von LEDs ist ihre lange Lebensdauer – darüber hinaus sind sie in vielen verschiedenen Farben erhältlich und sorgen so für eine individuelle Atmosphäre.

Als Beleuchtung von Treppengeländern aus Edelstahl oder auch von Vordächern und Hauseingängen sind sie mittlerweile ein begehrtes Designelement, aber auch im Haus wird LED-Technologie immer häufiger integriert.

martensitisch

Martensitische Stähle sind nichtrostende Stähle mit einem Chromanteil von 10,5 bis 13 % und einem Kohlenstoffgehalt von 0,2 bis 1 %. Sie können in Luft, Öl oder Wasser gehärtet werden. Damit martensitischer Edelstahl ausreichend korrosionsbeständig wird, muss er einer geeigneten Oberflächenbehandlung unterzogen werden – etwa dem Schleifen.

Verwendet wird martensitischer Edelstahl beispielsweise in Form von chirurgischen oder zahnmedizinischen Instrumenten, Federn, Kugellagern, Rasierklingen, Messern und Scheren.

Rautiefe

Die Rautiefe wird in der Regel in Ra angegeben und bezeichnet die Rauigkeit einer Oberfläche. Sehr raue Flächen können einen Ra-Wert von bis zu 25 µm aufweisen, hierbei handelt es sich dann um sichtbare Rillen im Edelstahl. Durch verschiedene Verfahren mit unterschiedlichen Körnungen (wie etwa das Schleifen und Polieren) kann die Rautiefe verringert werden – hier wird stets ein minimaler Teil des Materials abgetragen. Je geringer der Ra-Wert, desto geringer auch die Rauigkeit.

spiegelpolieren

Spiegelpolierter Edelstahl besitzt eine hochglänzende Oberfläche, die durch fachgerechtes Polieren des Metalls erzielt wird. Ankommendes Licht wird möglichst vollständig reflektiert und zwar so, dass zur Oberfläche gerichtete Objekte in Umriss und Struktur erkennbar sind.

Spiegelpolierter Edelstahl ist ein besonders ansprechendes Designelement, welches häufig im Innenbereich verwendet wird. Spiegelpolierte Objekte verleihen der Umgebung einen äußerst edlen Charakter.

Verbundsicherheitsglas

Bei Verbundsicherheitsglas (VSG) handelt es sich um mindestens zwei Glasscheiben, die mit einer zähelastischen, reißfesten Folie verbunden werden. Der Vorteil ist hier, dass wenn das Glas zerbrechen sollte, mögliche Glassplitter an der Folie haften bleiben – das Verletzungsrisiko wird durch die Glasbarriere deutlich reduziert.

Verbundsicherheitsglas wird auch bei Geländern aus Edelstahl, etwa Treppengeländern, eingesetzt. Sie sind nicht nur optisch ein stilvoller Blickfänger, sondern auch aus sicherheitstechnischen Aspekten eine gern gewählte Variante. Als Sichtschutz dient die Option Milchglas, aber auch die Einarbeitung von beispielsweise Logos und Farbe insgesamt ist möglich.

Wärmebrücke/wärmebrückenfrei

Wärmebrücken sind wärmetechnische Schwachstellen an Gebäuden, an denen sich ein ungewollter, erhöhter Wärmefluss einstellt – die Wärme geht verloren. Zudem kann es im Winter zu kalten Oberflächen kommen, was eine Schimmelpilz- oder auch Tauwasserbildung verursachen kann. Entstehen können Wärmebrücken aufgrund eines Durchdringens der Dämmebene, dies ist typischerweise durch Bauteilanschlüsse der Fall – dazu gehören Balkone und Vordächer ebenso wie Fassadenanker oder Rollladenkästen.

Es ist jedoch möglich, diese Bauteile wärmebrückenfrei zu montieren. Wir von Steiner Edelstahl nutzen etwa spezielle Dübel aus dem Fachhandel, die über eine Entkopplung verfügen und so einen möglichen Wärmeverlust in der gedämmten Hausfassade verhindern. Universell geeignet für Beton und Mauerwerk können wir Ihr Vordach aus Edelstahl so komplett wärmebrückenfrei anbringen.

Yachtstandard

Im Yachtsegment spielen Ästhetik und Optik eine große Rolle – so hat sich auch der Begriff Yachtstandard etabliert. Er bezeichnet besonders exklusive und hochwertig verarbeitete Materialien, die dem Anspruch eines Yachteigners entsprechen würden. Edelstahl, gerade in der spiegelhochglanzpolierten Ausführung, ist für den Einsatz besonders prädestiniert – vorausgesetzt, er entspricht eben diesem Standard. Eine offizielle Norm gibt es hier nicht, doch die Ausführung des Yachtstandards bedeutet beispielsweise das Schleifen von Schweißnähten bis zur Unkenntlichkeit und das aufwändige, aber effektive manuelle Polieren von Edelstahlflächen.